Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde das Gebäude mit Flüchtlingen aus dem Osten belegt. Um die Versorgung mit Lebensmitteln zu sichern, entstanden Kleingärten auf der Fläche vor dem Uhrenblock. Später wurden hier zunehmend Familien von zugezogenen Ausländern untergebracht.
Als der Kreis Rendsburg-Eckernförde das Areal gekauft hatte und Pläne zum Abriss des heruntergekommenen Gebäudes erwogen wurden, wagte sich die Familie Hartmann an eine komplette Restaurierung des Uhrenblocks.
Seit 1982 befindet er sich in ihrem Besitz, 1984 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden.
In Rendsburg gilt das Projekt als Musterbeispiel für privates Engagement im Sinne des Stadtbildes.
Jetzt steht eine Nutzfläche von 8.500 qm zur Verfügung, wovon ca. 4.000 Wohnraum sind.
Der heutige Sitz der Unternehmensgruppe Hartmann und Partner beherbergt außerdem das Restaurant AMBROSIA und Selbständige wie z.B. Rechtsanwälte Notare und Ärzte.

Der Uhrenblock diente lange Zeit als Kaserne und hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Das imposante Backsteingebäude wurde von 1880 bis 1881 errichtet. Am 1. Dezember 1881 zogen 625 Soldaten des Infanterieregiments “Herzog von Holstein” als erste Bewohner ein. Der ursprüngliche Uhrenblock verfügte über 90 Räume, davon etwa 50 große Mannschaftsstuben. Die Feldwebel-Wohnungen (ca. 70 qm) lagen in den Türmen. Zur Hofseite wurde über der Mitte des dritten Stockwerks eine große, runde Uhr angebracht.
Sie ist bis heute für die Namensgebung verantwortlich, obwohl sie längst verschwunden ist.
Nur sechs Jahre nach dem Bau wurde der Nord-Ostsee-Kanal wenige hundert Meter vom Uhrenblock entfernt ausgehoben (1887-95). Nach dem 1. Weltkrieg wurden Notwohnungen für Rendsburger Familien im Uhrenblock eingerichtet.
Soldaten zogen erst 1934 wieder ein, als der Uhrenblock Teil der Wrangelkaserne wurde.